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Listerien und Pseudomonaden: ein Risiko für Ihr Produkt

Das Vorhandensein von Listerien oder Pseudomonaden in Wasser- und Prozessanlagen ist ein Risiko, das jeder QA-Manager vermeiden möchte. Es kann auf eine unzureichende hygienische Kontrolle und Biofilmbildung in Leitungen und Systemen innerhalb der Lebensmittelindustrie hindeuten. Dadurch ist nicht nur Ihr Prozess gefährdet, sondern potenziell auch Ihr Endprodukt. Eine wirksame Desinfektion kann verhindern, dass Ihr Produkt mit Listerien oder Pseudomonaden kontaminiert wird.

Was sind Listerien und Pseudomonaden?

Listerien sind Bakterien, die in feuchten Industrieumgebungen (1) sehr gut überleben können und resistent gegen niedrige Temperaturen sind.(2) Innerhalb von Produktions- und Wasseranlagen können sich Listerien in Biofilmen auf Oberflächen wie Leitungen, Abflüssen, Maschinen und sogar in (gefrorenen) Rohstoffen festsetzen. (4, 5) Auch kontaminiertes Wasser kann eine Quelle für Listerien sein. (6)

Pseudomonaden sind wassergebundene Bakterien, die für ihre ausgeprägte Fähigkeit zur Biofilmbildung bekannt sind. (3) Diese Bakterien kommen häufig in Leitungssystemen, Nasszonen und Prozesswasser vor und sind sehr resistent gegen Desinfektion, wenn sie Teil eines Biofilms sind. Pseudomonaden werden oft mit Rekontaminationen und anhaltenden mikrobiologischen Problemen in Industrieanlagen in Verbindung gebracht.

Sowohl Listerien als auch Pseudomonaden haben ein wichtiges gemeinsames Merkmal: ihre Fähigkeit, sich innerhalb eines Biofilms zu schützen. Dies macht sie in Industrieumgebungen besonders hartnäckig, selbst nach einer Reinigung oder Desinfektion. Um zu verstehen, warum diese Bakterien so schwer zu bekämpfen sind, ist es entscheidend zu wissen, wie genau ein Biofilm entsteht.

Wie entsteht ein Biofilm?

Ein Biofilm ist eine zusammenhängende Schicht aus Mikroorganismen, die sich an Oberflächen in feuchten Umgebungen wie Leitungen, Tanks und Anlagen anhaften. Diese Mikroorganismen werden in eine Matrix eingeschlossen, wodurch sie vor verschiedenen Arten der Desinfektion und Reinigung geschützt sind.

Die Phasen des Biofilmbildungsprozesses finden Sie hierunter:

Der Bildungsprozess von Biofilm
Der Bildungsprozess von Biofilm

Listerien und Pseudomonaden sind Bakterien, die sich leicht an nassen Oberflächen anhaften und in Wassersystemen überleben können. Sobald sich dieser Biofilm erst einmal gebildet hat, ist er schwer zu entfernen und stellt eine konstante Kontaminationsquelle dar.

Das Risiko: Kontamination Ihres Endprodukts

Wenn Listerien und Pseudomonaden in Wasser- oder Prozesssystemen verbleiben, entsteht ein direktes Risiko für die Kontamination des Endprodukts. Dies kann zu Qualitätsverlusten und einer verkürzten Haltbarkeit führen, da sich die Mikroorganismen über den Prozess ausbreiten. Mikrobiologische Abweichungen erhöhen zudem das Lebensmittelsicherheitsrisiko und können zu Rückrufaktionen führen. Gleichzeitig können erhöhte Keimzahlen oder Indikatororganismen bei Audits zu Beanstandungen oder Abweichungen innerhalb von HACCP-, BRC-, IFS- und GMP-Systemen führen.

Die Folgen gehen über die reine Produktqualität hinaus. Eine Kontamination kann auch zu Produktionsstillständen und finanziellen Verlusten führen.

Es ist daher entscheidend, dass ein System gründlich desinfiziert wird: Watter kann hierbei helfen, indem es kontinuierlich Desinfektionsmittel in das System einbringt und so der Biofilmbildung entgegenwirkt.

Nachgewiesene Wirksamkeit von Watter

Die Wirksamkeit von Watter wird durch EN-Tests, einschließlich EN 1276, belegt. Dieser Test bestätigt die Effektivität des Desinfektionsmittels gegen Bakterien wie Listerien und Pseudomonaden. Zudem produziert unser System das Desinfektionsmittel in-situ (vor Ort), was eine konstante und kontrollierte Dosierung innerhalb von Wasser- und Prozesssystemen ermöglicht.

Durch diese kontinuierliche Desinfektion wird mikrobiologisches Wachstum aktiv gehemmt und Biofilm nicht nur bekämpft, sondern strukturell entfernt. Watter ist nachweislich wirksam bei der Entfernung und Kontrolle von Biofilmen, selbst bei niedrigen Konzentrationen, was es ideal für den langfristigen Einsatz in Industrieanlagen macht.

Darüber hinaus ist durch diese In-situ-Produktion weder die Lagerung noch der Transport von Chemikalien erforderlich. Dies erhöht die Sicherheit, senkt betriebliche Risiken und gewährleistet eine ständige Verfügbarkeit der Desinfektion innerhalb des Prozesses.

Quellen:

  1. Ferreira, V., Wiedmann, M., Teixeira, P., & Stasiewicz, M. J. (2014). Listeria monocytogenes persistence in food-associated environments. Journal of Food Protection, 77(1), 150–170. https://doi.org/10.4315/0362-028X.JFP-13-150
  2. Carpentier, B., & Cerf, O. (2011). Review — Persistence of Listeria monocytogenes in food industry equipment and premises. International Journal Of Food Microbiology, 145(1), 1–8. https://doi.org/10.1016/j.ijfoodmicro.2011.01.005
  3. Briega, I., Garde, S., Sánchez, C., Rodríguez-Mínguez, E., Picon, A., & Ávila, M. (2025). Evaluation of Biofilm Production and Antibiotic Resistance/Susceptibility Profiles of Pseudomonas spp. Isolated from Milk and Dairy Products. Foods, 14(7), 1105. https://doi.org/10.3390/foods14071105
  4. Colagiorgi, A. (2017). Listeria monocytogenes biofilms in the food industry. Pathogens, 6(3), Article 41. https://doi.org/10.3390/pathogens6030041
  5. Althaus, D., Zweifel, C., & Stephan, R. (2022). Occurrence of Listeria monocytogenes in raw vegetables and salads from retail and catering businesses in Switzerland. Food Control, 139, 109069. https://doi.org/10.1016/j.foodcont.2022.109069
  6. Wartha, S., Huber, S., Kraemer, I., Alter, T., & Messelhäußer, U. (2023). Presence of Listeria at primary production and processing of food of non‑animal origin (FNAO) in Bavaria, Germany. Journal of Food Protection, 86(1), 100015. https://doi.org/10.1016/j.jfp.2022.11.007

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