Cordial Adhesives produziert industrielle Klebstoffe auf Wasserbasis für die Papier- und Kartonindustrie. Von seinem Standort in Winschoten aus beliefert das Unternehmen Kunden auf der ganzen Welt mit Flüssig- und Pulverklebstoffen, von Herstellern von Kartonhülsen bis hin zu Herstellern von Verpackungskarton. Die Qualität dieser Klebstoffe steht und fällt mit der Qualität des Wassers im Produktionsprozess. Qualitätsmanagerin Jolanda Nanninga berichtet, wie Cordial von der UV-Desinfektion auf das Watter-System umgestiegen ist und welche konkreten Vorteile sich daraus ergaben.
Cordial arbeitete jahrelang mit einer UV-Anlage, um das Prozesswasser bakteriologisch unter Kontrolle zu halten, stellte dabei jedoch weiterhin erhebliche Qualitätsschwankungen fest.
Um die Qualitätsstandards dennoch zu erfüllen, war Cordial gezwungen, seinen Klebstoffen zusätzliche Biozide zur Konservierung beizumischen. Dies führte nicht nur zu höheren Produktionskosten und zusätzlichen Gefahrensymbolen auf der Verpackung, sondern auch zu komplexeren Sicherheitsdatenblättern für die Kunden. Darüber hinaus brachte die intensivere Lagerung und Handhabung ein erhöhtes Expositionsrisiko für die Mitarbeiter mit sich.
Um dieses Problem zu lösen, startete Cordial im Februar 2024 einen Test mit dem Watter-System zur Desinfektion des Prozesswassers. Um sicherzustellen, dass dies keine negativen Auswirkungen auf das Endprodukt hatte, wurde es zunächst mit verschiedenen Klebstofftypen getestet und untersucht. Das Ergebnis: Es gab keinerlei Auswirkungen auf die gewünschten Spezifikationen, die Klebeeigenschaften, die Farbe und den Geruch. „Alles wurde untersucht; es gab keine negativen Auswirkungen“, so Jolanda.
Die Ergebnisse des Versuchs waren überzeugend genug, um vollständig umzustellen. Die UV-Anlage ist inzwischen vollständig außer Betrieb genommen worden, und das Watter-System bildet nun die primäre und fest etablierte Methode zur Wasserdesinfektion im Produktionsprozess von Cordial.
Da das Prozesswasser besser kontrolliert wird, müssen den Klebstoffen weniger Konservierungsmittel zugesetzt werden. Jolanda schätzt die Reduzierung auf etwa 40 %. Dies führte zu weniger Gefahrensymbolen auf den Produkten, einfacheren Sicherheitsdatenblättern und einer sichereren Arbeitsumgebung sowohl bei Cordial selbst als auch beim Kunden.
Der Einsatz des Watter-Systems hat zu einem besser kontrollierten und stabilen Prozesswassersystem geführt. Dies hat nicht nur die Produktqualität verbessert, sondern auch den Einsatz von Bioziden erheblich reduziert.
Das auffälligste Ergebnis ist, dass sich die Haltbarkeit der hergestellten Klebstoffe verdoppelt hat: von drei auf sechs Monate. Das ist nicht nur für Cordial ein großartiges Ergebnis, sondern bedeutet auch für seine Kunden weniger Zeitdruck, weniger Ausschuss und weniger logistische Probleme.
Für Qualitätsmanagerin Jolanda und Instandhaltungsmanager Gienus steht fest: Der Umstieg auf das Watter-System hat sich in der Praxis schnell bewährt. Durch die erheblichen Einsparungen bei den Konservierungsmitteln (ca. 40 %), den Wegfall der UV-Wartungskosten und den drastischen Rückgang der Produktausschussquote schätzt das Team, dass sich die Investition innerhalb von zwei Jahren amortisiert hat.
„Die Investition hat sich bereits amortisiert. Die Arbeit läuft viel reibungsloser, und die Zahl der Beschwerden und Kontaminationen ist deutlich zurückgegangen“, so Gienus Stuut, Instandhaltungsleiter bei Cordial Adhesives.
Viele Unternehmen ergreifen erst dann Maßnahmen, wenn große Probleme auftreten, doch gerade bei geringen Schwankungen lassen sich bereits enorme Gewinne erzielen. Mein Rat an andere Qualitätsmanager lautet daher: Testen Sie das Watter-System. Das ist der schnellste Weg, um an Ihrem eigenen Standort zu sehen, welchen Einfluss ein konstant saubereres Wassersystem auf Ihr Endprodukt hat.
Die Geschichte von Cordial zeigt, dass der Schritt zu einer neuen Desinfektionsmethode nicht mit Unsicherheiten verbunden sein muss. Für Jolanda und ihr Team gab eine Testphase letztendlich den Ausschlag.
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