Wenn die Vogelgrippe (hochpathogene aviäre Influenza, HPAI), wie beispielsweise der Subtyp H5N1, auftritt, liegt der Schwerpunkt in der Geflügelbranche meist auf sichtbaren Biosicherheitsmaßnahmen. Dazu gehören Hygieneschleusen, die Registrierung von Besuchern, Transportbeschränkungen und die Vermeidung von Kontakt mit Wildvögeln.
Diese Maßnahmen sind wichtig. Gleichzeitig gibt es einen weniger sichtbaren Faktor, der täglich durch den gesamten Stall fließt: das Trinkwassersystem.
Wasser wird oft als Selbstverständlichkeit angesehen, doch in Wirklichkeit kann es auch eine Rolle beim Transport von Mikroorganismen durch das gesamte Leitungsnetz eines Stalls spielen. Deshalb verdient das Trinkwassersystem als Teil einer durchdachten Hygienestrategie besondere Beachtung.
In einem Geflügelstall fließt täglich eine große Menge Wasser durch Tanks, Leitungen und Tränkenippel. Wenn dieses System mit organischem Material verunreinigt wird, kann Wasser als Transportmedium fungieren. Es befördert dann nicht nur Wasser, sondern möglicherweise auch Bakterien, Pilze und Viruspartikel durch das gesamte Trinkwassersystem.
Von Influenza-A-Viren, zu denen auch die Vogelgrippe gehört, ist bekannt, dass sie unter bestimmten Umständen in wässrigen Umgebungen infektiös bleiben können. Faktoren wie Temperatur, pH-Wert und organische Belastung spielen dabei eine wichtige Rolle (Brown et al., 2009).
Das bedeutet nicht, dass Trinkwasser automatisch eine Infektionsquelle ist. Es unterstreicht jedoch, dass die Wasserhygiene ein relevanter Faktor bei der Begrenzung der mikrobiellen Belastung innerhalb der Stallumgebung sein kann.
Eine häufige Herausforderung in Trinkwassersystemen ist die Bildung von Biofilm.
Mikroorganismen können sich an der Innenwand von Rohrleitungen festsetzen und dort eine schützende Struktur bilden. Diese Struktur ist als Biofilm bekannt.
Biofilm kann:
Dadurch kann Biofilm zur Persistenz von Mikroorganismen in Wassersystemen beitragen (Flemming & Wingender, 2010).
Für Geflügelbetriebe, die ihr Hygienelevel strukturell verbessern wollen, ist die Bekämpfung von Biofilm daher ein wichtiger Bestandteil des Trinkwassermanagements.
Das Watter-System produziert vor Ort eine Desinfektionslösung auf HOCl-Basis.
Hypochlorige Säure (HOCl) ist ein starkes Desinfektionsmittel. Im Gegensatz zu vielen herkömmlichen Chlorlösungen kann es die schützende äußere Schicht von Bakterien und Viren leichter durchdringen. Dadurch kann es Mikroorganismen schnell inaktivieren (Block, 2001).
Durch die kontinuierliche und automatische Zugabe dieser Lösung in geringen Konzentrationen zum Trinkwasser kann bestehender Biofilm nach und nach abgebaut und neues Wachstum eingeschränkt werden.
Im Zusammenhang mit der Vogelgrippe ist es wichtig, dass Desinfektionsmittel nicht nur Bakterien, sondern auch Viren inaktivieren können.
Die vom Watter-System erzeugte Lösung wurde gemäß europäischen Normen für Desinfektion getestet, darunter:
Der EN 14476-Test ist ein standardisiertes europäisches Verfahren zum Nachweis der viruziden Wirkung von Desinfektionsmitteln (Europäisches Komitee für Normung, 2019).
Dies bedeutet, dass die Lösung unter den Testbedingungen dieser Norm Viren inaktivieren kann. In der Praxis kann dies als Teil einer umfassenderen Hygienestrategie dazu beitragen, die mikrobielle Belastung im Trinkwassersystem zu verringern.
Ein wichtiges Merkmal des Systems ist, dass die Desinfektionslösung direkt im Betrieb hergestellt wird.
Die benötigten Rohstoffe bestehen lediglich aus:
Dadurch sind Betriebe weniger abhängig von externen Lieferanten herkömmlicher, abgefüllter Desinfektionsmittel.
Vor allem in Zeiten erhöhter Infektionsgefahr, wenn die Nachfrage nach Hygieneprodukten stark ansteigt, können die Preise in die Höhe schnellen. Die Eigenproduktion sorgt dann für mehr Sicherheit hinsichtlich Verfügbarkeit und Kosten.
Keine einzelne Maßnahme kann die Vogelgrippe vollständig verhindern. Wirksame Biosicherheit besteht immer aus einer Kombination verschiedener Maßnahmen, darunter:
Die Trinkwasserhygiene wird dabei oft als Risiko unterschätzt.
Durch die Verbesserung des Hygienestandards kann das Watter-System eine zusätzliche Schutzebene innerhalb der gesamten Biosicherheitsstrategie eines Geflügelbetriebs bilden.
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