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Druckverlust in Rohrleitungen: Wie kann eine Desinfektion helfen?

In vielen Produktionsumgebungen denkt man erst dann an Prozessleitungen, wenn etwas schiefgeht: eine verstopfte Rohrleitung. Plötzlich steht die Produktion still und es muss eine Notfallreinigung durchgeführt werden. Dies ist oft mehr als nur ein technisches Problem. Es kann auf Biofilm in der Leitung hindeuten, der die Produktqualität und die mikrobiologische Sicherheit untergräbt, mit dem Risiko von abweichenden Proben, zusätzlichen Reinigungsrunden oder im schlimmsten Fall Produktionsausfällen und Rückrufaktionen.

Welche Anzeichen deuten auf eine Verstopfung durch Biofilm hin?

Biofilm entsteht nicht von heute auf morgen, sondern bildet sich nach und nach zu einer immer dickeren Schicht, die schließlich Rohrleitungssysteme verstopfen kann.

Es gibt einige typische Anzeichen dafür, dass sich Biofilm zu einem Problem entwickelt:

  • Langsam zunehmender Druckverlust: geringerer Druck in bestimmten Abschnitten der Rohrleitungen oder an Filtern und Membranen.
  • Unregelmäßiger Durchfluss: Einige Rohrleitungen liefern deutlich weniger Wasser als andere, obwohl die Einstellungen identisch sind.
  • Wiederkehrende mikrobiologische Abweichungen: schwankende Spitzenwerte bei der Keimzahl, Indikatororganismen oder Krankheitserregern wie E. coli und Salmonellen, trotz regelmäßiger Desinfektion.
  • Schleimige oder verfärbte Innenwände: sichtbarer Farbunterschied bei der Inspektion oder beim Ausbau von Rohrleitungsteilen.
  • Zunahme von Geruchs- oder Geschmacksabweichungen im Prozess- oder Trinkwasser: Sie bemerken, dass häufiger ein abweichender oder unangenehmer Geruch und Geschmack auftritt, was auf mikrobielle Aktivität und Biofilmbildung im Rohrleitungssystem hindeuten kann.
  • Kürzere Reinigungsintervalle: Filter und Kartuschen verstopfen schneller und CIP muss häufiger durchgeführt werden.

Was kostet Ihr Unternehmen eine verstopfte Prozessleitung?

Eine verstopfte Prozesswasserleitung ist selten ein isoliertes Problem und hat unter anderem folgende Folgen:

  • Produktverluste/Betriebsunterbrechungen: Bei Verstopfungen müssen Leitungen oft entleert oder gespült werden, wodurch Halbfertig- oder Endprodukte verloren gehen. Auch die Produktionsunterbrechungen selbst führen zu einem geringeren Output und zusätzlichen Reinigungs- und Wiederanlaufkosten, insbesondere wenn die Probleme nicht rechtzeitig behoben werden.
  • Zusätzlicher Arbeits- und Wartungsaufwand: Techniker, externe Klempner oder Reinigungsteams müssen kurzfristig für Notfallreparaturen und intensive Rohrreinigung eingesetzt werden.
  • Beschleunigter Verschleiß: Durch Biofilm werden Rohrleitungssysteme verengt und es entsteht mikrobiologisch induzierte Korrosion (MIC), wodurch Rohre, Armaturen und Membranen vorzeitig ausgetauscht werden müssen.
  • Qualitäts- und Lebensmittelsicherheitsrisiken: Biofilm bietet einen Nährboden für Krankheitserreger; bei Ablösung des Biofilms können innerhalb kurzer Zeit große Mengen an Mikroorganismen ins Wasser gelangen.
  • Energieeffizienz: Bei Wärmetauschern, Kühl- und Heizkreisläufen führen Verstopfungen durch Biofilm zu einer schlechten Wärmeübertragung und einem höheren Energiebedarf.

Diese Kosten sind oft in verschiedenen Budgets versteckt (Produktion, Wartung, Energie, Ausschuss), haben aber eine gemeinsame Ursache: unzureichende Bekämpfung von Biofilmen in den Prozessleitungen.

Warum ist das Watter-System eine nachweislich bessere Lösung für die Rohrleitungsdesinfektion?

Hypochlorige Säure (HOCl) ist ein wirksames, breit wirksames Desinfektionsmittel, das durch Elektrolyse von Wasser und Salz in einem als elektrochemische Aktivierung (ECA) bekannten Verfahren erzeugt werden kann.

Eine In-situ-HOCl-LösungI, wie die von Watter, bietet wichtige Vorteile für die Desinfektion und die Verhinderung von Biofilm in Rohrleitungssystemen:

  • Hohe Wirksamkeit gegen Biofilm: HOCl kann in den Biofilm eindringen und darin vorhandene Bakterien, Pilze und Algen schnell und effektiv abtöten, wodurch sich die schleimige Schicht auflöst und somit das Risiko einer Verstopfung sinkt.
  • Kontinuierliche und kontrollierte Dosierung: Da HOCl vor Ort erzeugt wird, kann es rund um die Uhr in geringen Dosierungen dem Wasser zugegeben werden, wodurch die Biofilmbildung kontinuierlich kontrolliert statt nur zeitweise bekämpft wird.
  • Nachhaltiger Produktionsprozess: Für die Herstellung werden lediglich Wasser, Salz und Strom benötigt, ohne dass gefährliche Chemikalien gelagert oder transportiert werden müssen.
  • Geringere Betriebskosten: Durch die Produktion vor Ort ist das Unternehmen weniger von externen Lieferanten und Transporten abhängig, sodass die zusätzlichen Kosten (Transport/Lagerung) nach der Investition gering sind.

Fallstudie: Mit Watter von reaktiv zu proaktiv

Der Übergang von der Desinfektion bei Zwischenfällen zur kontinuierlichen Rohrleitungsdesinfektion mit HOCl vor Ort markiert einen Wandel vom reaktiven zum proaktiven Management von Prozessrohrleitungen.

Anstatt abzuwarten, bis eine verstopfte Rohrleitung zu einem Produktionsstillstand führt, wird der Biofilm kontinuierlich bekämpft.

Für Unternehmen unter anderem in der Lebensmittel- und Prozessindustrie bedeutet dies:

  • Weniger ungeplante Stillstände und Störungen.
  • Geringere Wartungs- und Ersatzkosten für Rohrleitungen, Filter, Membranen und Armaturen.
  • Gleichbleibende Wasserqualität und geringere mikrobiologische Risiken.
  • Weniger Aufwand für Handhabung, Lagerung und Logistik der vor Ort gelieferten Desinfektionschemikalien.

Ein gutes Beispiel stammt von DYKA, wo das Watter-System zu stabilen Prozessen und einer geringeren Biofilmbildung beiträgt: „Dank Watter können wir nun proaktiv statt reaktiv handeln. Die durchgehend gute Wasserqualität ermöglicht es uns, unseren Produktionsprozess stabil zu halten und unsere Qualität zu steigern.“

Durch eine kontinuierliche, nachweislich wirksame In-situ-Desinfektion kann das Watter-System dazu beitragen, Verstopfungen durch Biofilm zu bekämpfen.

Möchten auch Sie Verstopfungen in den Abflussrohren proaktiv verhindern?

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